Tagebuch eines Umzugs - 5
Das Chaos danach
Nun, man befand sich also mit dem Hintern in der neuen Wohnung. Aber um Frau Comorph und den Captain herrschte Chaos und Anarchie. Aber bevor sich daran etwas ändern konnte, mussten erstmal andere Dinge geschehen. Der Captain verschwand zur Arbeit.
Punkt 1: Es regnete bei 7°C in Strömen, typisches Juniwetter. Frau Comorph putzte die alte Wohnung, damit Rumpelhüttenhausen ordentlich zurückgegeben werden konnte.Traf sich dort mit Dark Angel und wartete auch darauf, dass die Spedition die Waschbecken abholte. Denn es geschahen doch noch Zeichen und Wunder. Auf die Rücküberweisung des Geldes, wartete man allerdings noch ein paar Wochen. Aber immerhin. Zum Aufwärmen gabs dann heiße Schokolade im Gartencenter-Café.
Rumpelhüttenhausen war dann bereit zur Wohnungsübergabe.
Punkt 2: Man stellte fest,dass 4 Steckdosen nicht funktionierten und die Gegensprechanlage von der Wand fiel, sobald man sie berührte. Also Telefonat an Wohnungsmenschen.
Ebenfalls stellte Frau Comorph eine eigenartige Klebrigkeit fest, die an den Türen hing und sich strickt weigerte abgewaschen zu werden. Weder Allesreiniger, noch Sonderreiniger, Scheuermilch und Nagellackentferner schafften die Klebe von der Tür zu entfernen. Äußerst ärgerlich.
Punkt 3: Man stellte ebenfalls unter Schrecken fest, dass die Küchenmenschen geschlampt haben. Die Waschmaschine lief aus, was einen tollen See in der Küche schuf. Von den Herdplatten funktionierten nur 2. Und Frau Comorph musste sowas von dringend Wäsche waschen.
Also telefonierte man mit dem Möbelladen. Ja, der Handwerker kommt am Mittwoch.
Am frühen Abend konnte sich Frau Comorph dann endlich um ein paar Kisten kümmern, die ausgepackt werden wollten.
Am Mittwoch war Wohnungsübergabe in Rumpelhüttenhausen. Dort ärgerte man die Frau Comorph erneut, denn sie sollte dem Herrn Nachmieter Geld für Farbe geben, damit die herrlichen Fledermäuse im Wohnzimmer überstrichen werden können. Nunja, Zähneknirschen, ok.
Als Ausgleich zeigte sie den Damen den kleinen grünen Salpeter, der im Keller aus der Wand kroch.
Um 12:00 wartete Frau Comorph dann auf den Handwerker der Möbelfirma. Jegliche Dreckwäsche türmte sich zu 2 großen Haufen im Schlafzimmer auf. Denn als der Captain vom Festival kam, brachte er viel dreckverkrustete Wäsche mit. Schließlich war Weltuntergang mit Regen und Matsch.
Nebenbei wurde auch wieder Sortiert, hin und her geschoben, Küchenutensilien in Küchenschränke gestopft.
Um 17:00 wartete Frau Comorph immer noch auf den Handwerker.
Telefonat 1: Hallo. Ich warte auf den Handwerker. Sollte um 12 hier sein.
- Ja...keine ahnung. *frag nach* ah. Moment
- Warteschleife
..... Frau Comorph telefoniert mit Handy, da Teletechniker noch nicht da war. *wart*
- tut,tut,tut aufgelegt.
Frau Comorph ärgerlich bis verwirrt.
Erneutes wählen und warten. Keiner geht dran. Hm..
Ein paar Minuten warten, erneutes Wählen.
- ... *hintergrundrauschen*
- Hallo??
- *gemurmel* Gespräche im Hintergrund. Anscheinend liegt Hörer irgendwo rum.
Warten, horchen. Große Verärgerung. Auflegen.
30 Minuten lang kocht Frau Comorph. Dann erneutes Wählen.
- Hallo, Möbelhaus, was kann ich für Sie tun?
- Halloo! Schön dass Sie mir mir sprechen. *ärgerliches Zetern*
- Handwerker kommt am Freitag. Versprochen.
- Wenn nicht! *umfangreiche Zeterorgie mit Waschmaschine und Wasserschaden*
Das war der Mittwoch.
Freitag geschahen dann folgende Dinge.
Ach ja: Tee plus 7 Tage im neuen Comorphien!
Mangels Anwesenden Wohnenden, musste Frau Comorphs Mutter die Wohnung hüten, da viele Leute kommen sollten.
Morgens um 8 klingelte der Handwerker der Wohnungsmenschen, der mit dem Spezial-Sprüh-Klebe-und-Alles-Ex die Türen reinigen wollte. Auch er konnte sich nicht erklären, was Frau Vormieterin damit angestellt hatte. Man hätte selbst kleine Kinder an der Tür festkleben können. Aber wir einigten uns auf Nicht-klebende-Post-it.
Im laufe des Vormittags, während Frau Comorph Stifte verkaufte, kam noch der Teletechniker. Wer nicht kam: der Handwerker der Möbelfirma.
Tee plus 10 Tage:
Eine Reise ins Möbelparadies verschaffte viele neue Möbel. Von denen allerdings nur 3 mitgenommen werden konnten: eine Wohnwand, bei der eine Aufbauanleitung fehlte.
Ein Badschrank und ein Küchenschrank.
Ein Sideboard musste reklamiert werden, da ein Packstück innerlich zerstört war.
Ein Flur Sideboard folgte einige Tage später.
Ein Raumteiler, bei dem eine Schraube fehlte.
Ein weiterer Bad Schrank und ein Waschbecken Unterschrank.
Ein weiterer Küchenschrank, bei dem ein Griff fehlte.
Nun sollte man meinen, die Möbelfirma käme einem da entgegen, mit diversen Vergünstigungen, Gratisartikeln, Entschuldigungs-Blumensträußen... aber nein.
Tee plus 12 Tage:
Der Elektriker kam und reparierte 3 von 4 Steckdosen. Die Gegensprechanlage konnte er nicht reparieren.
Tee plus 13 Tage:
Nach hundertmaligem hin und her telefonieren, mit ziemlich viel Gezeter, kam endlich der Handwerker der die Herdplatten und die Waschmaschine reparierte. Endlich konnte Frau Comorph ihre inzwischen Kopfhohen Wäscheberge bezwingen. Dank der Riesigen Füllmenge der Waschmaschine sogar in nur 3 Wäschen! Ein Hoch auf die Technik!
Tee plus 14 Tage:
Der Captain zog mit Möbeln und Dingen in die neue Wohnung ein. Denn wer jetzt dachte hier wäre jetzt alles geschehen, was geschenen muss, der täuscht. Denn das Chaos erschien erneut. Als Frau Comorph vom Stifteverkaufen kam, stand endlich ein Sofa im Wohnzimmer! Sitzen! Nicht mehr nur auf Decken! In der Küche erschien ein neues Kistenchaos, dessen Inhalt seinen Platz suchte. Im Grunde waren überall neue Kisten und Chaosse erschienen, die das alte Chaosleben wieder hervorriefen. Nunja. Zum Glück war Wochenende!
Tee plus 20 Tage:
die letzte Steckdose wurde repariert. Die neue Gegensprechanlage funktionerte wieder nicht und es muss eine neue bestellt werden. Das umherrschende Chaos wich neuen Schränken, die im Laufe der Zeit auch Inhalt bekamen.
Tee plus 31 Tage:
Frau Comorph hat Urlaub, alles ist toll und fertig.
Letztendlich fehlen noch die Theke und Barhocker, die aber zum folgenden Wochenende ebenfalls fertig sein sollen. Und dann fängt die Zeit des Wohnens, Lebens und des ganzen Restes an.
Chaos weicht Ordnung, Nachbarn sind toll und ruhig.
Sodenne... das wars.
Frau Comorph und der Captain bedanken sich für die Aufmerksamkeit!