Autoplagen.
Urlaub, Sonne, Meer und Strand
(zumindest im Buch), was könnte es schöneres geben?
Frau Comorph und der Captain haben
gemeinsam Urlaub, Zeit für ihr Auto Mr.Green, sich ganz gemeine
Dinge zu überlegen. Was könnte man also alles tun, um den beiden
die Zeit so unangenehm wie nur möglich zu machen.
Erster Akt: Hitze. Ja, draußen ist es
schrecklich heiß, dachte sich Mr.Green, also wärm ich mich mal
schön auf. Sonne aufs Blechdach brennen, Motor heizt ja auch schön,
Klimaanlage bringt da eh nichts mehr... hehehe! Frau Comorph und der
Captain haben in dieser Woche mehrere Liter Schweiß im Auto
gelassen.
Zweiter Akt: Am ersten Tag sind sie
gemeinsam in die große Stadt gefahren, denn da ist ein Zoo, den
wollte man schon immer mal sehen. Tiger, Löwen, Bären,
Meerschweinchen usw. Und natürlich Enten. Enten sind für jeden Zoo
eine leichte Attraktion. Kommen von alleine, essen was übrig bleibt
und wohnen einfach mal überall zur Untermiete mit. Interessiert das
Nilpferd eh nicht, ob da noch was außer toter Blätter aufm Tümpel
dümpelt.
Allerdings dort erstmal einen Parkplatz
zu finden ist nicht leicht. Denn zu Zeiten der Ferien haben noch
andere Menschen den gleichen Zoobesuchsplan. Parkhaus. 3,50 Euro fürs
Parken? Nein danke, gleich wieder raus. Hinten ums Eck kannte der
Captain aus einem früheren Besuch noch Parkplätze. Die einzigen
freien, die er das letzte mal auch nutzen durfte, waren für
Behinderte (die fährt der Captain manchmal herum). Auf dem Rest der
600m langen Straße war nichts weiter frei. Also doch ins Parkhaus.
Aber, Pech gehabt, das war jetzt voll. Fuhr man also erstmal weiter,
1,6km durch einen sommerlichen Wald. Zoo pro: sollte ein Tier
entkommen, findet man es eh nicht mehr, kann man die Sache untern
Teppich kehren. Würde so ein Kapuzineräffchen durch den
Großstadtdschungel wetzen, würde es große Furore geben.
Jedenfalls lebten dort nicht nur
ausgebüxte Tiere und die ersten Maronen des Jahres, sondern auch
freie Parkplätze für umsonst! Halt nur 1,6km entfernt. Ist ja auch
wurscht, Hauptsache man spart, dachte sich der Captain und die beiden
marschierten los.
Es war ein schöner Tag. Alles hier
jetzt zu erwähnen würde Sie nur langweilen. Wir machen es deshalb
kurz: Zebra, Boot, Enten, Nilpferd, Pommes, Flamingo, Wolf, Eis,
Seehundshow, Eisbär, Toilette, raus. Freunde treffen, Pizza essen,
nach Hause fahren.
Hier übernahm Frau Comorph das Steuer
und der Captain spielte den Navigator. Frau Navigator brauchte man ja
nicht mehr, den Rückweg kannte man.
Was Frau Comorph nicht bedachte ist,
dass Frau Navigator auch die Blitzer kennt (pssst!).
Und im Eifer des Gesprächs über den
ach so schönen Tag, rauschte Frau Unglückscomorph mit 30kmh zu viel
in eine Blitzkontrolle. * Fump*
(Die natürlich nicht neu ist, sondern schon seid Jahr und Tag dort
fest installiert ist)
Panik! Oh, großes
Weh! Oh großes Unglück und ach so viele Tränen... jetzt war Frau
Comorph kein unbeschriebenes Blatt Verkehrsgeschichte mehr, sondern
wie so viele andere Vollidioten auch ein Eintrag im Punkteregister.
Mr.Green, wir
erinnern uns, schmunzelte leicht, war er doch auch nicht so ganz
unschuldig an der Sache. Denn das seichte Laufen des Motors, das
besänftigende Brummen, das ungestörte Tun der was auch immer sie
tun - Dinge in seinen Innereien gaukelte vor, doch nicht so schnell
gewesen zu sein! Ha! Schande über Mr.Green!
Dritter Akt: Am
nächsten Tag plante der Captain, man könne ja zum Kyffhäuser
Denkmal fahren. Ewig weit ins grüne Land, nach Süden, obwohl man in
den Osten fuhr (jaja, Frau Comorph hat ewig gebraucht um dieses zu
verstehen!).
Auch
hier gibt es kurze Eindrücke des Ersten Aktes, denn man fuhr
wirklich ewig in großer Hitze. Aber was tut man nicht alles für ein
wenig Kultur. Endlich (beim Aussteigen schwappte Schweiß auf den
Parkplatz) kam man an. Doch, hier wiederum lacht das Schicksal, war
das verdammte Denkmal hinter einem Baugerüst verborgen! Kreuzkümmel
und Koreander und Co!
Netterweise zahlte
man zwar trotzdem 6,- Eintritt (verfluchte Abzocker) bekam aber dazu
einen Guteschein, das Denkmal ab 2014 erneut zu besuchen, wenn es
denn wieder hergestellt ist. Derweil arbeiteten viele unsichtbare
Helferlein mit Hammer und Meißel an der Wiederauffrischung des
Turmes. Hier wiederum kürzen wir ab: Treppen hinauf, Museum. Treppen
hinauf, Museum. Treppen hinab. Unendliche Treppen 81m hinauf,
Ausblick. Treppen hinab.
Auf der Rückfahrt,
fuhr Frau Comorph ganz apart fast einem BMW in die Seite. Weil, die
Straße war so krumm, war aber eine abknickende Vorfahrtstraße und
der BMW schneller und dann blieb man vielleicht doch lieber stehen...
und holte sich prompt vom brüsk beleidigtem BMW Brummer den
beleidigenden Beitrag! *schimpf und zeter *
Oh was muss ein so
herrlicher Tag so hundeelend enden?
Kichernderweise
dachte sich Mr.Green: so, meine Dame, du fährst hier bald nicht
mehr! Dich krieg ich auch noch klein!
Vierter Akt: Des
Autos beleidigter Donnerstag.
Nachdem Frau
Comorph am Mittwoch schwitzend und schweißend mit ihrer Frau Mama
einen Ausflug beendete, hatte Mr.Green einige Zeit, sich einen
perfiden Schlachtzug zu überlegen.
Am folgenden
Freitag fuhren Frau Comorph und der Captain zu des Captains
Verwandten.
Gossen den grünen
Garten und gingen im Großhandel einkaufen, weil man das mit den
Verwandten kann. Nebenan befand sich das Autohaus, des Vorzugs.
Werkstatt und Verkauf von diversen Automobilen, die der Captain im
Vorbeifahren bewunderte und sich nach dem Einkauf noch anschauen
musste. Man könnte ja dann, man hätte ja... oder dieser im
Verbrauch.. mit Automatik usw... Gelände und Kombi, etc. Das hörte
Mr.Green, denn er hatte Ohren wie Großmutters Ohrensessel. Und
prompt plante er die Panne. Er sprang nicht mehr an. Egal was der
Captain und Frau Comorph auch drückten, öffnete, drehten und
bettelten. Des Captains Anverwandter lief geschwind zum Autohaus und
kam mit einem netten Techniker zurück, der auch wiederum nur
feststellte: Das Auto springt nicht an, da kann man jetzt nicht viel
machen. Kurzum, Mr.Green blieb dort stehen, der Captain und Frau
Comorph gingen zum Grillen und wurden später nach Hause gefahren.
Dies war nun der
Meisterstreich des Mr.Green, denn mit diesem perfiden Schachzug
schaffte er es, die Urlaubskasse um einen Großteil zu minimieren!
Zumindest bekam Mr.Green einen netten Wellnessurlaub im schönen
Harzvorland und erholte sich ein paar Tage von Frau Comorphs wüsten
Fahrversuchen.
Schlussakt: Dieses
nun, so seid gewiss, ist wohl gesagt, nicht nur geschiss.
So wahr das Wort
das hier geschrieben steht, genauso wie die Erd sich dreht.
Und mög ein Narr
hier Trug vermuten, so soll hinfort sein Geist sich sputen.
Denn Frau Comporph
wie jeder weiß, erzählt euch niemals falschen Scheiß.
