Freitag, 6. April 2012

Hamburg – ein Traum wird wahr


Der Traum eines Urlaubes, gemeinsam, die Welt unsicher machen, einfach weg, egal wohin... planten wir seit etwa 10 Jahren.
Und in diesem Frühling, 2012 am 30.März war es nun soweit. Chry und ich fuhren in den Urlaub.

Idealerweise begann ich meinen Trip mehrere Stunden vorher und kam Donnerstags um 17:00 in Hannover an, um dort die Nacht bei Chry zu verbringen. Denn man weiß ja nie, wie weit Hamburg von einem weg ist und wie lange man unterwegs ist. Nach einem gesunden Frühstück mit Tee, Kaffee und Saft begannen wir langsam die Dinge zu sortieren und die Zelte abzubrechen.
Freitag 10:30 Start in Hannover, List.
Da man allerdings noch den Tank füllen musste und die Blase entleeren (McD-Filialen, seid gepriesen) fuhr man noch ein wenig herum, bis man die Stadt verließ.
Erstaunlicherweise zeigte das Navi eine Restzeit von 1,5h an. Soo weit wars anscheinend garnicht.

Da das Hotel uns allerdings eine Ankunftzeit von 15:00 nannte, machten wir einen Abstecher zur örtlichen Freundin, Fräulein Mar. Dort tranken wir eine Schorle, lachten über ihre Tochter und plauschten ein Weilchen, bis wir uns dann wieder auf den Weg machten.
Gegen 13:00 kamen wir dann im Hotel an, die uns jedoch um etwas Geduld baten, denn die Suite war noch nicht fertig. Also ließen wir die Koffer im Auto und machten uns auf den Weg zur S-Bahn.
Hier sei noch unsere Örtliche Unkenntnis erwähnt: wir standen etwa 7 Minuten im Foyer und studierten eine Karte, bis ich die Dame der Rezeption um Hilfe bat, die Bahn zu finden. Es befanden sich weder Hotel noch Bahn auf der Karte, doch bekamen wir eine örtliche zur orientierung. Mutig stampften wir los, 300m weit und standen vor einem Fashion - Outlet! Ballkleider zu Spottpreisen. Mit großen Augen schlichen wir durch die Gänge und bewunderten Stoffe und Schnitte und Preisschilder! Bräuchten wir doch nur... Hätten wir doch nur... aber schön, mal drin gewesen zu sein.
Weiter gings zur Bahn.
Nachdem wir den Fahrkartenautomaten verstanden hatten, kam die Bahn und brachte uns zu den Landungsbrücken.
Dort angekommen war das Staunen groß. Hamburg hatte ja echt was zu bieten! Und dabei haben wir kaum was gesehen! Wir schlenderten hin und her, schauten hier und da und fanden auch ein Cafè in dem wir uns ein spätes Mittagsmahl genehmigten. LatteM und Muffin, Tee und Franzbrötchen. Dann gings weiter in die Speicherstadt wo wir staunenderweise durch die Häuserschluchten liefen. Wir besichtigten ein Gewürzmuseum und fanden das Meßmer Momentum. Tee hätten wir hier trinken sollen, wäre viel exklusiver gewesen. Schließlich liefen wir die Strecke zurück und warfen noch einen Blick in den alten Elbtunnel bevor wir wieder Richtung Hotel fuhren.
Ein Zwischenstopp im Edeka brachte uns Müsliriegel, Wasser, Physalischips und Fisherman's Friend ein. Ein paar Jährchen früher hätte es Wodka, Energy, Chips und Kippen gegeben. Aber wir sind ja jetzt erwachsen ^^.
Einchecken! Große Augen! Großes Staunen. Persönlicher Willkommensbrief auf dem Schreibtisch, persönliche Begrüßung im Flatscreen TV, Badewanne, riesen Doppelbett, begehbarer Kleiderschrank, alles auf 30m².
Wir zogen uns wärmer an (war echt kalt) und machten uns wieder auf den Weg in die Stadt.
Diesmal gings zum Hbf. Kleiner Rundgang in der falschen Richtung, dann Richtung Westen über Jungfernstieg und Mö- Wir suchten ein Restaurant. Gabs dort nicht sooo häufig. Für die schlechte Hungerlaune gabs einen Bubbles Tea! Das ist ja die Offenbarung. Süßer Frucht-Tee mit lustigen Frucht-Bubbles... die eindeutig nicht Bio sind. Aber lecker.
Schlürfend waren wir Zuckermäßig wieder on Top, und suchten weiter.
Gaaanz weit hinten, noch hinterm Apple Store fanden wir ein kleines Italienisches Restaurant und aßen dort endlich zu Abend! War ja schon nach 20:00.
Ich bat die nette Bedienung dann auch uns den Weg zu einer Cocktailbar zu beschreiben, denn wir hatten echt kein bock mehr weiter irgendwas zu suchen!
Cocktailbar gefunden, ohne Probleme. Laut, Musik, endlose Cocktails!
Da wir aber sooo müde waren, machten wir uns bald auf den Heimweg. Zum Glück war die Bar über einer Bahnhaltestelle.
um 23:30 waren wir im Zimmer. Ich suchte vergeblich nach einer Bibel. Sollte es tatsächlich auch Hotelzimmer ohne christlichen Einfluss geben?
Endlos müde und mit wunden Füßen sanken wir in einen erholsamen Schlaf.

Samstag.
*gähn *
Nach langem schlaf krochen wir erst nach halb 10 aus den Federn. Fertigmachen, Müsliriegel und dann wieder ab zur Bahn. Kurzer Stopp im Fashion Outlet, ob nicht doch etws dabei ist...
Die Fahrt ging nach Altona zum Bahnhof. Dort frühstückten wir Brötchen und leckeren Tee im Bahnhofscafè.
Dann gings auf zum Kleidermarkt. Der Weg war weit, kalt und windig. Als wir ankamen waren wir über die kleine Fensterfront verwundert, doch nachdem wir den Laden betreten haben staunten wir nicht schlecht über die Fabrikhallengroßen Ausmaße! Wir stöberten in den letzen 40 Jahren der Modegeschichte und probierten das ein oder andere aus. Verließen dann eine Stunde später mit vollen Tüten den Laden. Nieselregen! Schneeregen! Wuäääh.
Wir fanden einen Bus, der uns zurück zum Bhf brachte. Und die Bahn dort zum Hbf. Da wir inzwischen wussten, in welche Richtung die Shoppingmöglichkeiten lagen, starteten wir einen niegesehenen Shoppingmarathon. Von Karstadt Sport's Dach betrachteten wir die kleinen Menschen, wunderten uns über den Hauseigenen Golfabschlagplatz auf dem Dach und wanderten anschließend über Promod, Vero Moda, Schuhgeschäfte in die Europapassage, dort rauf und runter usw. Fanden lustige kleine Geschäfte und aßen ein Eis, schlenderten an der Alster entlang und waren am Ende des Tages sowas von kaputt! Von neuem begann die Suche nach einem Restaurant. Aber Chry war schlau und fragte ihr Applephone, welches uns den Weg zu einem Sushiladen zeigte. Dort angekommen, freuten wir uns über vorbeifahrende Leckereien, die man sich nur angeln brauchte. Dazu gab es eine Mangolimonade und Cola. Jaa, wieder alkoholfrei!
Auf dem Weg zum Hbf erwarben wir noch einen Bubbles Tea. *flup * sehr lecker!
Nach insgesamt 9 Stunden Shoppen erreichten wir um 19:30 wieder das Hotel und lagen auf dem Bett. Und lagen. Und lagen... und wollten eigentlich nochmal los. 2h später hatten wir erneut die Kraft zur S-Bahn zu laufen und zur Reeperbahn zu fahren. Gehört ja schließlich auch zu den must-see-things in HH. In der Haltestelle hingen Schilder, die diverse Waffen verbieten mitzuführen. Pistolen, Messer, Schlagstöcke und Plastikflaschen. Letztere aber nur an Wochenenden. Ich hatte nur 2 Dosen Sekt in der Tasche. Die waren als Wurfgeschosse ungeeignet und zählten nicht zu den verbotenen Waffen. Was Pistolen anging, entdeckten wir später den passenden Laden, der davon diverse Modelle zur Auswahl im Schaufenster hatte. Wie sollte man die denn dann nach Hause kriegen, wenn nicht mit der Bahn?? Naja. Prostituierte gab es dort auch, jeweils im Abstand von 2m. Wir bewunderten den Beatles Platz und das Beatles Museum leider nur von außen. Schlenderten über die große Freiheit und tranken in der Bar-Ock einen Tequila Sunrise. Weiter gings dann ins O'Brian's, einem dem Aussehen nach irischen Pub. Doch irisch war er nur dem Aussehen und dem Namen nach. Drinnen lief aktuelle Popmusik, tanzten lustige Leute und hatten Spaß. Wir auch. Man kann überall lästern.
Zu früh für den Abend und erst recht für die Reeperbahn verließen wir den Ort und fuhren ins Hotel. Mit schlafwandlerischer Sicherheit fanden wir den Weg inzwischen im Halbschlaf. Das nächste Mal, nahmen wir uns vor: Entweder Shoppen, oder Feiern!

Sonntag.
Schon kurz nach 8 war die Nacht vorbei. Wir packten unsere Siebensachen, horteten unsere Einkaufstüten und machten uns schick für unser Luxus Frühstück!
Denn wenn ein Frühstücksbuffet in einem Hotel pro Person 18,- kosten soll, musste es ja auch Luxus pur sein. Der anzugtragende indische Kellner wies uns den Tisch, der schon eingedeckt war. Ich befand mich im Tee-Himmel, während für Chry eine Kanne Kaffee serviert wurde. Dann schlemmten wir mini Croissants, mini Brötchen, mit diversen Lachs, Käse und Marmellade-Sorten. Rührei, gekochte Eier und Omelettes. Man hätte sogar Weißwürste wählen können. Aber wir waren nicht so südländisch. Es gab Obstsalat aus aussergewöhnlichen Früchten, diverse Fruchtquarks und Müslisorten. Ein Glas Champagner hätte uns nur 5,50 extra gekostet! Wir verzichteten und wählten stattdessen aus dem Angebot der frischgepressten Säfte. Yummy!!
Viel zu früh waren wir viel zu satt.
Und ebenfalls viel zu früh verließen wir das schicke Hotel und saßen wieder im Auto Richtung Heimat!
Der Trip war super, das Wetter eine Woche zu früh sonnig und die Pläne: das machen wir mal wieder!