Wie letztens schon erwähnt muss im
Falle eines vorkommenden Schneefalles auch der Boden öfter gewischt
werden, um ein Kundenfallen zu vermeiden. Im Falle eines Kundenfalles
könnten schlimme Dinge ins Haus fallen. Das gilt zu vermeiden.
Eines Abends wischte die gemeine
Stiftverkäuferin den Boden, gemächlich vor sich hin, man muss ja
genau sein und jeden Schmutz erwischen, mag er sich noch so
verstecken.
Ein älteres Ehepaar betrat den Laden
und sprach den berühmten Satz: „Oh? Schließen Sie schon?“
Scheinbar geht Bodenpflege mit Feierabend anderswo gemeinsame Wege.
„Nein, kommen Sie herein!“
Daraufhin begann ein amüsant
anzuschauendes Balancieren auf Fußspitzen, denn man möchte ja nicht
in „das Nasse“ treten. Tapp, tapp, torkel... tapp.
Wie die gemeine Stiftverkäuferin schon
öfter feststellen musste, hat scheinbar die gesamte Menschheit ein
unheimlich schlechtes Gewissen über frisch gewischten Boden zu
laufen. Geht dann gern auch mal Umwege um nicht in die nassen Flächen
zu treten, oder wird gelegentlich davon hilflos eingeschlossen und
muss dann doch über den sauberen Boden laufen. Meist mit den Worten:
„Ach, das tut mir so leid... jetzt ist hier schon gewischt... und
ich mach alles wieder dreckig...aaach... weeeh...!“ Tapp, tapp,
torkel... tapp. Und läuft wie ein Storch im Sumpf durch den Laden.
Manchmal überlegte die gemeine
Stiftverkäuferin auch: Man könnte um dieses ganze Schauspiel
herumkommen, wenn man die Kunden an der Tür beten würde, die Schuhe
auszuziehen um dann Leihpantoffeln anzuziehen. Dann würde der Boden
auch bei Schnee und Scheißwetter sauber bleiben. Keiner müsste sich
über frisch gepflegte Böden wagen und gelegentlich Fegen hätte das
Thema abgehakt.
So. Jedenfalls: tapp, tapp, torkel...
tapp. Die Kunden ließen sich von der Stiftekollegin bedienen und ein
Geschenk einpacken. Dabei sprach man über das Wischen, und die Dame
betonte, wie ungern sie wischte, fragte die gemeine Stiftverkäuferin,
ob sie denn auch so ungern wischen würde.
„Nunja.. man muss es doch machen...“
Und was sie am meisten ekeln würde,
wäre das Wasser mit dem Lappen drin. Stiftverkäuferin wrang gerade
den Lappen aus. Ekelig?? Eigentlich nur nass.
Es gäbe ja so Auswringautomaten... und
die wären ja vielleicht besser.
„...Nunja, die mag ich nicht, diese
Wischmopps.“ teilte die Stiftverkäuferin mit.
Hätte die Kundin schon gehabt, war gar
nicht so schlecht. Stiftekollegin berichtete vom Vergleich von
Billigmarken zu Markenprodukten und ihren Erfahrungen damit.
„Es gibt doch noch diese flachen.
Diese, die man auch ausdrücken kann, mit so einem Gerät!“
„Ja.“ antwortete die
Stiftverkäuferin, „die werden ja auch von Putzfrauen in großen
Gebäuden benutzt. Schlecht sind die nicht.“
„Ja, DAS wäre doch was für Sie!
Dann bräuchten Sie nicht mehr in das ekelige Wasser zu fassen.“
„Wir wischen hier trotzdem retro.
Immerhin mit Micorfasertuch statt Baumwoll-Lappen, aber das klappt
auch super.“
Die Kunden begaben sich dann zur Kasse
und verabschiedeten sich. Sie wünschten allen noch einen schönen
Abend und einen schöne Adventszeit.
„Und Ihnen“ die Dame klopfte der
gemeinen Stiftverkäuferin auf die Schulter „wünsche ich einen
neuen Wischmopp!“
Jo-ho-ho, der Weihnachtsmann hat es auch gelesen! Hihihi, nun bekommt die Stifteverkäuferin einen Mop. Oder auch nicht.
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