Freitag, 30. September 2011

Beamtenstippe – Urlaub im September


Beamtenstippe – Urlaub im September

Nachdem der diesjährige Sommer sich für den Herbst hielt, begann der Herbst sich glücklicherweise für den Sommer zu halten. Denn in der letzten Septemberwoche wo Frau Comorph Urlaub hatte, schien gnadenlos die Sonne vom Azurblauen Himmel und lobenswerte 25° erheiterten ihr Gemüt. Denn sie war der Meinung, der Urlaub, der musste sein. Muss Urlaub ja eigentlich immer, aber nach dem letzten Chaos den sie als gemeine Stiftverkäuferin Frau G. erlebt hatte (denn insgeheim handelt es sich hier, liebe Leser, um ein und die selbe Person. Wer hätte das gedacht? Ist son Dr.Jekyll-Mr.Hyde-Ding), zerrte sie quasi die Urlaubswoche durch die letzten Arbeitstage heran.
Dann war er da.
Und jeder Tag barg so seine Tücken und Überraschungen. Wie es im Leben nunmal so ist. Manchmal mehr und manchmal weniger. Eigentlich hatte Fr.Comorph einen ruhigen, literarischen Teeurlaub geplant, ein paar Tage auf Balkonien, Extrem-Couching und www.Surfen.
Aber je näher der Urlaub rückte, desto mehr Aktivitäten schlingelten sich ein.
Samstag stand im Zeichen des Baßgeigenfestes. Derweilen hatte sie versucht, herauszufinden, warum eigentlich der Ortsteil Baßgeige hieß, da er doch weder musikalisch noch aus Holz bestand, eher aus einer Ansammlung Blechverkäufer. Mittags rum holte sie ihre Eltern ab und spazierte über das Fest. Die neuen Fahrzeuge bewundernd, leckere Kartoffelpuffer essend und Alster trinkend. Bei knalligem Sonnenschein ein schöner Mittag. Gerne wäre sie auch auf einem Kamel nach Hause geritten, aber ihr Daddy wollte ihr keins kaufen. Stattdessen mussten sich Mom und Dad über den aktuellen Marktwert in Kamelen von Frau Comorph unterhalten und ob es sich andersrum nicht eher lohnen würde, aber was man denn dann mit den Kamelen machen würde und ob so ein Kamelreitgeschäft wohl ein lukratives Geschäft wäre usw.
Sonntag fuhr Frau Comorph nach WR um mit ihren Freundinnen dort zu brunchen, was wiederum durch ein vergessenes Tischreservieren nur ein Frühstücken in einem von unfreundlichem Personal beheimateten Straßencafe wurde. Doch amüsant war es trotzdem.
Montag beschlossen Frau Comorph und der Captain: es ist Pilzezeit! Doch die Pilze fanden das nicht und waren nicht im Wald. Lautenthal sollte das diesjährige Jagdgebiet werden, denn es befanden sich auch noch 2 Stempelstellen in der Nähe (der Capt. Sammelt Wanderstempel, denn wenn man eh immer wandert kann man dabei auch diese Stempelchen sammeln, die einem dann Nadeln einbringen, die man sich dann an den nicht vorhandenen Hut stecken kann. Oder so). Frau Comorph fand zumindest einen schönen, roten Fliegenpilz, den sie dann aufs Umständlichste, kniend und hockend auf matschigem Waldboden, fotografierte um wenigstens eine Beute mit nach Hause zu nehmen. Leider, wie so oft verliefen sich die beiden auch mal wieder, denn Tückische Schilder säumen den Wegesrand und so machte man einen Umweg um ca 8km, wobei man auch nur 2,5 hätte laufen können. Aber das ahnt man nur, das weiß man nicht.
Dienstag stand im Zeichen des leeren Kühlschrankes. Und der abenteuerlichen Odyssee zweier, die auszogen um Dinge zu kaufen.
Station 1 war die Autowaschanlage, denn das arme Auto war den ganzen Sommer, und eigentlich auch den ganzen Winter nicht gewaschen worden. Das hatte nur der Regen getan. Hat zwar auch gereicht, aber man musste ja auch mal staubsaugen. Also wurde eine halbe Ewigkeit am Auto rumgeschrubbt.
Station 2 war der Aldi. Denn es fehlten ein paar Grundnahrungsmittel (Toast, Mettpralinen, Obst) und man war ja auch eigentlich wegen einem Duschkopf da, der im Angebot war. Matt-Chrom oder Chrom war die Frage die im Raum stand, denn beide sahen gleich aus. Der Zufall entschied.
Station 3 war der Marktkauf, denn der Hase brauchte noch Bier. Hier traf man dann auch auf das eigenartige Schild: Beamtenstippe. Der Captain ganz verwundert: „was mag wohl beamten-Stippe sein (englische Aussprache)?“
Frau Comorph schmunzelnd: „Das ist BEAMTEN-Stippe (deutsche Aussprache)!“
Infolgedessen begann eine Diskussion, was wohl damit gemeint war, denn das eine wie auch das andere ließen seltsame Rückschlüsse ziehen:
Beamten-Stippe: wird aus ausgemusterten Beamten hergestellt, die sich nicht für den Ruhestand eignen. Da sie unkündbar sind, fällt diese Möglichkeit sie loszuwerden weg. Also werden sie fein zerkleinert, unauffindbar für Spürhund und Kripo zu einer leckeren Mahlzeit verarbeitet, die immer Montags im netten Schnellimbiss serviert wird.
beamten-Stippe: besteht ebenfalls aus zerkleinerten Menschen, allerdings unabsichtlich. Denn geheimerweise wurde bereits die Heisenbergsche-Unschärferelation mittels dem letztens erfundenen Heisenberg-Kompensator umgangen, welcher die zielgenaue Übermittlung subatomarer Partikel ermöglicht – kurz beamen möglich gemacht hat. Bei vielen Erstversuchen ist auf der anderen Transporterplattform statt eines kompletten Menschen nur eine Masse durcheinander geratener Zellen, Moleküle und Atome in unsortierter Art angekommen. Ein sogenannter Zellbrei, der zwar ordnungsgemäß dem Sondermüll beigefügt werden sollte. Aber da es leider die Regel gibt, dass pro Haushalt nur ein Organ pro Monat entsorgt werden darf (und es sich hier um eine geheime Organisation in einem geheimen Hinterhaus -Bromberger Straße 4b, neben der Garage nr. 10- handelt) wurden die Mitarbeiter zu Stillschweigen verdammt, und die Überreste kostengünstig weiterverwendet. Lange Rede – schnelles Mittagessen, die beamten-Stippe war geboren.
Ansonsten fuhr man noch beim Lidl rum um den dort wohnenden Energydrink zu testen. Außerdem wurde eine neue Druckerpatrone besorgt, denn die Oma wollte eine email versenden und wusste nicht mehr genau, ob sie dafür auch Tinte mitschicken muss, damit der Empfänger sie auch ausdrucken kann. Das war der Dienstag.
Mittwoch und Donnerstag war Frau Comorph Darstellerin eines Musikvideos, welches in Goslar gedreht wurde. Leider erlebte sie hier auch ihre erste Autopanne, denn selbiges wollte nicht mehr anspringen. Hinzugerufene Personen erschienen zahlreich. Zum Glück nicht auch noch der ADAC, denn sie konnte mit ihrem modernen Tastenlosen Telefon währen eines „Drücken Sie jetzt die 1“-Gesprächs nicht auf die Tasten zugreifen. Tja... Technik. Nachdem Frau Comorphs Freundin mit Verlobtem Autotechniker und Kumpel hinzureiste, hatte ihr Dad schon das Auto unwissentlich repariert: eine Sicherung war gelockert und wieder fest gedrückt worden. Vermutlich wurde sie durch die zahlreichen Schlaglöcher irgendwann herauskatapultiert. Natürlich dann, wenn Frau Comorph am Steuer sitzt.
Am Freitag las Frau Comorph endlich über lange Zeit hinweg ein Buch. Gezwungenermaßen, denn sie wartete 3 Stunden im Auto auf den Captain, der für ca ne Stunde zu einer Besprechung wollte. War nicht schlimm, denn das Buch war spannend und bot reichhaltig beschriebene Seiten, die die Stunden in einem spannenden Kampf zwischen Gut und Böse untergehen ließen. Anschließend besuchten sie den Schwiegeropa in WR und auf dem Rückweg setzte Frau Comorph den Captain noch zu etwas Arbeit ab. Der Tag, sonnig wie er war, schrie danach Heide zu pflanzen. Also pflanzte Frau Comorph Heide. Das fand auch der Kater gut, der Heide gerne mag und ihr später ein Häufchen Kotzblumen auf den Teppich erbrach.
Die Woche war sehr interessant, nur leider zu kurz. Immerhin beinhaltete sie bis jetzt 1,5h Balkonien, diverse Literaturstunden, 6 verschiedene Sorten Tee und sogar etwas couching und surfing war drin.
Zumindest ist jetzt erst mal Wochenende. Das brauch man auch bei solch einem Urlaub.

Mittwoch, 7. September 2011

Aus dem Leben der gemeinen Stiftverkäuferin - Tag des Wahnsinns

Aus dem Leben der gemeinen Stiftverkäuferin:
Der Tag des Wahnsinns

Der Tag der Frau G. begann ganz ruhig. Der Wecker klingelte, der Kater kam gucken ob Frau G. nicht aufstehen möchte. Doch die Wahl des Wetters zur Wechselhaftigkeit beschränkte schon die Wahl Frau Gs. in der modischen Erscheinung. Man wählte, weil spät dran, Jeans und T-Shirt.
Denn auch das mühselige Herumtrennen an Flatterblusen, machte diese an dem Morgen nicht besser. Dann war die Zeit weg.
Am Ende gab es noch einen Laura Biagotti- Explosion, denn irgendein Werbefratze entschied, dass Parfum in Plastikpäckchen, worin sich sonst nur Cremeproben aufhielten, super sei. War es nicht, den es spritzte Frau G. ins Gesicht und sonstwohin.
Im Stifteladen angekommen plante Frau G. das Dekorieren des Schaufensters. Gesagt getan. Doch auf einmal erschien eine riesige Spinne mitten auf dem Weg.
'ok,' dachte sich Frau G. 'um dich kümmer ich mich später.'
Doch 3Min später, war die olle Riesenspinne nicht mehr da. Das hieß: von nun an, könnte sie sich überall befinden!!! Frau G. fühlte sich beobachtet und warnte vorsichtshalber ihre Kolleginnen.
Dann kam der Sturm.
(Steven-King-Grusel-Film-Musik)
Die erste Böe kippte den Postkartenständer. Frau G. flüchtete raus und holte ihn lieber rein. Der Kunde, der dies beobachtete, weil er daneben stand kommentierte nur: 'Das war ich nich!'
Eine weitere Böe wehte, kaum dass der Ständer drin war, eine Plastikmappe vom Rollständer. Frau G. flüchtete erneut in die ungemütliche, graue, Sturmwelt und bekam zum Dank eine Geklatscht! Denn Mappe 2 traf sie im Gesicht, Mappe 3 wurde vom Kunden (-der es nicht wahr) eingefangen. Rollständer wurde ins Geschäft geschoben.
Leider geschahen die nächsten Ereignisse, während Frau S. -rechte Hand von Frau G.- gerade zur Bank ging.
Denn eine Orkanböe machte sich schon für ihren großen Streich bereit. Kaum dass Frau G. im Laden alles unter Hand und Fuß hatte, rappelten 2 Kartenständer los, die große weite Welt zu erkunden. Frau G. rannte wieder aus dem Laden, das große PANIK schon auf der Stirn (denn aus Erfahrung wusste sie, dass solche Dinge nie gutgingen). Just in diesem Augenblick wurde auch der weiter aussen stehende Dachaufsteller von der Böe erfasst. Zu 3. wanderten sie los. Frau G. angelte sich Ständer 1, fiel fast über den Dachaufsteller und konnte nur noch zusehen, wie Ständer 2 gegen ein geparktes Auto knallte und – da das ja auch nicht genügte – umkippte und seine Waren dem Winde preis gab!
Die Böen fanden das sehr lustig, denn während die erste die Karten noch nach rechts wehte, kam schon die zweite Böe und wehte sie nach links, damit sich auch ja alles auf der gesamten Straße verteilte.
Die nächsten Minuten sagte Frau G. nur 'Scheiße' und 'Danke'. Ersteres war der Gesamtsituation gewidmet und konnte nicht oft genug geschimpft werden. Und Danke sagte sie zu den vielen Passanten, die ihr halfen, die vielen Karten wieder einzusammeln. Glücklicherweise war inzwischen auch Frau S. gekommen und schmiss den Laden, in dem die Kunden gnädigerweise keinen Aufstand wegen verzögernder Bedienung machten, sondern sogar mithalfen, das Chaos zu bewältigen.
Frau G. huschte also wie ein panisches Huhn auf der Straße hin und her, schrieb einen Zettel für die Windschutzscheibe des Unfallautos und kreiste dann in den Keller um sich dort zu beruhigen. Denn so ein Chaos war ein wenig zu viel auf einmal. Eine Tasse schwarzer Kaffe später und etwas gerichteter erschien sie dann wieder im Laden.
Die Dinge hatten sich zeitweilig beruhigt.
Doch die nächste Kuriosität erschien schon wieder, denn ein netter Frührentner, der viel Zeit hatte (viiiiel) beschäftigte sie mit einem Gespräch über Origami Papiere und beschichtete und Druckerpapiere und diverse ähnliche. Er erwarb auch einen kleinen bunten Notizblock und versprach ihr einen Elefanten zu falten. Was er dann auch tat, Frau G. musste mitfalten. 'Denn sonst lernen Sie das ja nicht!' Faltenderweise vergingen die nächsten 10min. Frau F. etwas verwirrt über den Kunden, sortierte die Karten. Frau G. flüchtete sich in Kundengespräche und sogar ans Telefon, als eine besorgte Frau S. aus dem Keller anrief, ob sie sie denn retten solle. Aber der Kunde hatte die Ruhe weg, und nichts was Frau G. auch anstellte, hielt ihn vom munteren Falten ab.
Letztendlich musste eine ganze Stunde vergehen, und eine kleine Karawane von Elefanten auf dem Tisch herumsträunen, dazu eine Maus, ein Frosch und ein gefaltetes, letztes Hemd aus einem 5,-Schein. Denn der werte Rentner war Origamimeister was er auch nicht nur einmal erwähnte. Und ausserdem sei er für Aktionsnachmittage zu mieten, könne auch zaubern und wäre ein perfekter Weihnachtsmann! Frau G. versprach ihm, sich bei Bedarf zu melden und verabschiedete ihn aus dem Laden.
Endlich. Frau G. hatte Pause und musste erstmal eine Zigarette rauchen.
Nach der Pause erschienen noch ein paar Kunden mit aussergewöhnlich ungewöhnlichen Reklamationen und Wünschen, die die vorherigen jedoch nicht toppen konnten.
Frau G. hatte fertig.
Zu guter Letzt musste auch noch Frau Gs Wagen mitmischen und produzierte ein neues ungutes Geräusch, was sich hoffentlich nicht auch in eine kleine Katastrophe erweitern wird.
Der Wahnsinn brodelte gar heftig an diesem Tage... 




Samstag, 23. April 2011

Neues von der Stiftverkäuferin: Aliens!

Neues von der gemeinen Stiftverkäuferin – Aliens!

Sternzeit 2011-04-20-17-21-35

Wir befanden uns dort, wo wir uns immer befanden, im äußeren Sektor des City-Ringes. Forschten was zu Forschen war, bekämpften was zu bekämpfen war und hielten uns immer strikt an die Oberste Direktive: Nicht einmischen, in Dinge, die sich nicht einzumischen lohnen!
Der Captain war seit längerem im Urlaub und so war ich an diesem wunderschönen Tag mit Commander M. Und Lieutenant S. alleine.
Der Tag war fast gelaufen, als sich ein unbekanntes Wesen (Humanoide auf Kohlenstoff basierende, männliche Lebensform) dem Schiff näherte, die Tore passierte und sich mit dem üblichen „Dingdong“ anmeldete. Wir begrüßten es freundlich und zuvorkommend, so wie wir alle Fremden begrüßen.
Wagemutig wagte sich das Wesen in die hinteren Räumlichkeiten des Raumes. Zielgewiss zog es sich zu den Briefumschlägen.
Ich, Lieutenant Commander G. wagte mich heran, nicht direkt von Vorne, sonder schräg seitlich und fragte: „Kommen Sie zurecht bei den Briefumschlägen?“
Es antwortete: „Briefumschläge....?!“
Leicht verwundert begann ich erneut: „Sie haben da jetzt Briefumschläge mit spitzer Klappe. Ist das korrekt?“
Es antwortete: “Spitze Klappe?!“
Ich: „Oder möchten Sie die normalen, das wären die.“
Und zeigte auf die mit der eckigen Klappe.
Es sah mich an und sprach: „Spitze Klappe? Was meinen Sie?“
Ich zeigte auf das Bild einer Spitzen Klappe auf der Packung die es in der Hand hielt.
„Spitze Klappe. Diese haben eine Eckige Klappe.“ und zeigte auf die anderen.
Wieder sah es mich an.
„Sonnabend“
Ich: O.o
Es: „Sonnabend!“
Ich: verwirrt
Es: „Sonnabend. Kennen Sie das Wort?“
Ich: „Ja... warum?“
Es: „Ich haben Ihnen letztens gesagt, wir haben Sonnabend auf. Sonnabend. Und Sie haben komisch geguckt.“
Da ich aber nie in der Wäscherei war, guckte ich jetzt halt komisch.
Es: „Samstag. Sonnabend!“ und sah mich an.
An diesem Punkt der Kommunikation wendete ich mich geschlagen ab und plante einen Weg in die Oberste Technik, da ich einen Fehler in der Übersetzungsdatei des Universalkommunikators vermutete. Begann – um für eventuelle Rückfragen offen zu sein – in der Nähe des neuen Wesens ein paar Dinge in der Deko gerade zu rücken.
Folgte ihm dann in einigen Metern Entfernung zur Kasse um dann folgendes zu hören:
Lieutenant S. kassierte die Briefumschläge.
Stellte dabei eine leichte Unbeholfenheit im Umgang mit den üblichen Zahlungsmitteln fest.
Sie wünschte ihm noch „Frohe Festtage!“
Es antwortete: „Frohe Festtage? Festtage. Fest Tage!“
Und verließ unser Schiff wieder.

Froh, diesen Zwischenfall ohne ernstere Schäden und peinlichere Vorfälle als schon gehabt überstanden zu haben, programmierten wir einen neuen Kurs: Richtung Feierabend mit anderthalbfacher Impulsgeschwindigkeit. Energie!



Samstag, 26. Februar 2011

Frühlingserwachen

Frühlingserwachen


Lange Zeit war es draußen finster und kalt. Eine dicke Schneeschicht lag auf den Wiesen und Feldern. Still war es nachts und selbst am Morgen, wenn die Sonne hinter den dicken Wolken aufging waren es nur die Amseln, die man hörte, wie sie sich über Beeren stritten, die vom letzten Herbst übrig geblieben waren.
Doch unter dem Schnee war es nicht ruhig. Ein windiges hin und her herrschte im Erdboden. Hier und da wurde geplant und entworfen. Unter dem Haselbusch gruppierten sich die Schneeglöckchenzwiebeln. Am Rande des Weges sammelten sich die Zwiebeln der Krokusse und hier und da waren sogar schon vereinzelte Märzenbecher zu sehen, deren Zwiebelchen sich noch unschlüssig waren wo sie denn dieses Jahr wohl wachsen sollen.
Die Wiesenwichtel sind am Werk. Das sind kleine Männchen, die in dunklen und erdigen Gängen unter den Wiesen und Feldern wohnen. Schon kurz nach Silvester, dem Fest an dem die Menschen laute Knaller zündeten und bunte Funkenregen zauberten, wachen sie aus ihrem Winterschlaf auf und fangen an, den Frühling vorzubereiten.
Über allem wachte der uralte Grünbart. Er lebt schon seit hunderten von Jahren. Jedes Jahr ist er als erster von allen wach und schaut nach dem Rechten. Ob denn in den dunklen Lagerhöhlen noch genügend Samen und Knollen sind, ob die Zwiebeln alle da sind oder ob nicht eine ausgehungerte Mäusefamilie darüber hergefallen ist.
Wenn er zufrieden ist, läutet er die kleine, goldene Glocke, die alle anderen Wiesenwichtel aus ihren kleinen Betten holt.
Wenn alle Zwiebelchen an ihrem Platze sind, lauscht alles auf den alten Grünbart. Denn nur er darf entscheiden, wann es Zeit ist, für die einzelnen Blümchen, die kalte Erdschicht zu durchbrechen.
Sobald der letzte Schnee weggetaut ist, Klatscht er in die Hände.
„Die Schneeglöckchen fangen an!“ ruft er und sofort machen sich die Zwiebelchen der Schneeglöckchen bereit. Das Tauwasser, das von oben auf sie herabregnet wirkt erfrischend und stärkend. Sie rütteln sich und flupp, erscheint eine kleine, grüne Spitze, die sich nach und nach durch die Erde arbeitet, bis sie zwischen dem alten Gras des letzten Jahres erscheint. Fast kann man zugucken, wie auch kleine Blättchen hervorkommen und dann, ganz zum Schluss erblüht die kleine weiße Blüte!
Alles Jubelt unter der Erde. Jetzt geht es wirklich los.
Jeden Tag wird es ein wenig wärmer und jeden Tag scheint die Sonne etwas länger und wärmt den frostigen Boden.
Sogar die wilden Kaninchen sitzen jetzt auf ihren Hügeln und lauschen, was sich da unter ihren Füßen regt.
Ein hin und hergelaufe ist das! Überall werden jetzt die kleinen Grashalme platziert, die bald schon die Wiesen wieder saftig grün werden lassen. Die Kaninchen freuen sich schon auf die leckeren ersten Gräser. Haben sie doch den ganzen Winter nur das Trockene Heu gehabt und die harten Rinden der Büsche auf den Wiesen.
Selbst die Menschen bleiben auf ihren Wegen ab und an stehen und lauschen.
Die Vögel proben ihre Frühlingslieder. Die ein oder andere Blaumeise versucht schon ein Hochzeitslied anzustimmen, wird aber von den Rotkehlchen übertönt. „Erst wenn die Krokusse blühen!“ rufen sie.
Doch lange müssen sie nicht warten. Denn nur ein paar Tage nachdem die Schneeglöckchen geläutet haben: „Der Winter ist vorbei!“ beginnen auch sie sich unter der Erde zu regen und schon durchstoßen ihre kleinen, zarten Blättchen den kahlen Erdboden.
Nun wird es auf den Wiesen und an den Wegesrändern bunt. Überall sind hunderte von kleinen Schneeglöckchenblüten zu sehen. Gelb und violett blühen die Krokusse.
Und auch zur Freude der wilden Kaninchen, sprießen die ersten zarten Gräser.
Amseln singen morgens ihre Lieder, die die Menschen auf dem Weg zur Arbeit begleiten. Hier und da stimmen auch die Blaumeisen und die Kohlmeisen mit ein. Ein Rotkehlchen trillert auf dem Zaunpfahl und eine Gruppe Spatzen tschilpt im Holunderbusch.
Die Tierwelt feiert das Frühlingserwachen.

Montag, 14. Februar 2011

YumYum - Ramen

Geht immer, gelingt immer, kost fast nix und macht Satt! Ist Gesund (je nach Beigabe) und unterstützt den örtlichen Fernost-Spezialitätenladen. ^^
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Ja, wir sprechen hier von Ramen, Asiatischen Instantnudeln aus kleinen, bunten Päckchen. YumYum, Bamee, Tom Yum, Mama, Wei Lih, etc. Wenn man das Tütchen öffnet, hat man einen Klumpen kringelige Nudeln, und ein myteriöses, mit thailändischen Buchstaben beschriebenes Tütchen, in dem sich Seasoning Oil, Chillipulver und Soup Base befindet.
Frau Comorph kauft immer Bamee, die thailändischen Nudeln, und das im Großfamilienstil.
Beliebte Zutaten sind neben Wasser, welches kochend heiß und blubbernd den meißten Sinn macht, auch noch Mungobohnenkeimlinge (- jeder Nicht-kenner nennt es Sojasprossen Tzzz!), Gemüse und ein Eiweißhaltiges XY, in Form von Fleisch oder Ei. Man tut alles in eine große Schüssel, gießt Wasser drüber und wartet 3minuten. Yummie!
Hier jetzt ein paar Rezepte:
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Bamee, Minifrikadellen, Keimlinge, Chinagemüsemix

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Bamee, Ei, Keimlinge, Eisbergsalat


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Bamee, Minifrikadellen, Blattspinat

Des Captains Varianten beinhalten meist nicht-asiatisch-anmutende Zutaten wie Schmelzkäse oder Frischkäse...aber nunja. Männer halt, nicht? Für ihn müssen die Nudeln auch vorher zerbröselt und mit der vollen Chillidröhnung bestreuselt werden. Er isst sie auch mit dem Löffel.

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Bamee, Minifrikadellen, 2Ecken Schinkenschmelzkäse, Keimlinge

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Bamee, 2-3 Scheiben Toast-Schmelzkäse, Minifrikadellen, Mischgemüse Marke Aldi (dieses unbedingt vorher garen, sonst wirds zu knusprig!)

Was man dazu am besten trinkt: Tee. Das ist zumindest Stilecht. Ganz grandios sind Teeblumen, zu Kötels gebundene Teeblätter mit Überraschungsblume drin. Sieht toll aus und schmeckt auch noch super! Uuund, man kann sie mehrmals aufgießen. In der folgenden Abbildung sieht man die Teeblume China Red-Peach, Grüntee mit roter Blume. Asiatischer Lycheewein, oder Ume oder ähnliches wäre natürlich ebenso stilecht... 
Na ansonsten darf man meinetwegen auch Brause oder Wasser dazu trinken, hei, es ist Fastfood!!
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*yummie*
Guten Appetit!!

Aktuelle Warnhinweise: Es kann zum sog. Chinarestaurant-Syndrom kommen, aufgrund der im Produkt enthaltenen großen Mengen des Geschmacksverstärkers Mononatriumglutamat (E621), dessen genaue Wirkungsweisen im menschlichen Körper noch nicht geklärt sind, aber mit häufig auftauchenden Zombieausbrüchen in Verbindung gebracht werden ( siehe X-Akte Nr. 387). Besonders häufig zur Zeit des Ramendan zu beobachten, der pastafarischen Variante der islamischen Fastenzeit, während der sich Pastafari hauptsächlich von Ramen ernähren um der Zeit zu gedenken, als sie noch mittellose und hungrige Studenten/Schüler/Auszubildende waren. Am Ende des Ramendan werden übriggebliebene Ramen häufig Bedürftigen gespendet.
Ramen!
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Dienstag, 1. Februar 2011

Szenenwechsel

Und es kam der Tag, an dem Sie sah, dass nicht nur Electro gut war....

Nein, im Grunde fand Frau Comorph immer schon Geschmack an diversen Gruppen der früheren Jahrzehnte. Seien es die Rolling Stones, Simon&Garfunkel oder auch die Beatles.
Eines Tages sah sie nun die Anzeige in der städtischen Zeitung: Cavern Beatles in der Stadt. Bis zum letzten Tag überlegte sie hin und her, ob es sich denn lohnen würde...
Aber diverse Schlagzeilen sorgten für Überredung: Beste Beatles Coverband der Welt! Ausverkaufte Konzerte, Europatour...etc. Also wurde noch jemand schnell überredet und Tickets gekauft.
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Sonntag Abend dann, saß man (!) in einem Raum, der nicht näher dem Original der 60er kommen könnte. Zufällig. Die Bühne selber schien mit ihren beigefarbenen Vorhängen und den karierten Vox-Verstärkern einer Dokumentation vergangener Zeiten zu entsprechen.
Aber als die Band dann die Bühne betrat wurde die Illusion perfekt.
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Kostüme und Mimik waren ebenso perfekt getroffen wie Sound und Rhytmus. Bekannte Lieder wie "Help", "A hard day's night", "she loves you" oder "twist and shout" wechselten sich mit B-Sides oder der allgemeinheit weniger bekannten Songs ab, "baby's in black" oder "taxman" als Beispiel. Nach 90min Spielzeit wurden die grauen Anzüge gegen schwarze getauscht, kombiniert mit blutroten Hemden, nach weiteren 60min folgten Einzelauftritte von John Lennon und George Harrison in legerer Kleidung im Stil der späten 60er.
Nach der zweiten Zugabe und standing ovation endete das Konzert mit "Hey Jude", Feuerzeuglicht und einem Saal voller begeistert mitsingendem Publikum!
Ein wahnsinnig gelungener Abend. Wer das verpasst hat, hat diesmal wirklich was verpasst!!

www.cavernbeatles.com

Dienstag, 25. Januar 2011

Stabilo < VS > Airroller

Es gibt viele Möglichkeiten, eine stino glatte Mähne in eine wilde wuschelige Lockenpracht zu verwandeln. Nicht alle sind sinnvoll, nicht alle gehen schnell und nicht viele lassen sich von jetzt auf gleich bewerkstelligen. Man muss immer bedenken: nicht jeder Mensch geht zum Friseur.
Betrachten wir nun aktuell diese Dinge:
Der Stabilo Point 88. Ein super Fineliner, erhältlich überall zum günstigen Preise (ca -,69 Euro), viele bunte Farben, viele Anwendungsmöglichkeiten. Lässt sich auch als Dutt-Stäbchen verwenden.
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Diese lassen sich prima ins Haar drehen, und sehen dann interessant aus. Nachteil: es ziept ein wenig, wenn man die Stifte in den Haaren befestigt. Vorteil: sie sind abwaschbar. Was die Benutzung von Stylingprodukten post-drehend erlaubt.
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So kann das ganze dann aussehen, wenn es fertig ist.
Jetzt lassen wir das ganze einwirken, trocknen und dergleichen. Nutzen können wir die Zeit indessen zum Frühstücken oder putzen des Badezimmers, je nach Tageszeit.
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Das Ergebnis! Man sieht, dass die Löckchen nett fallen, es gibt allerdings eine kleine unstimmigkeit in der Wellenlänge der Lockensymmetrie. Zudem fällt auf, dass die oberen Haare dezent kräuselig sind, durch die Plattdrehung der Seitenpartien.

Kommen wir nun zu Variante 2, den Airwicklern.
Diese lustig anzuschauenden und anzufassenden Dinge sind aus einem schaumartigen Polymer hergestellt (vermutlicherweise) welches sich in sämtlicher Art bewegen und drehen lässt. Durch die angenehme Weichheit lässt sich der Wickler sogar des Nachts tragen! Ha! (Erhältlich in üblichen Drogeriemärkten zum Preis von 2,29Euro) Ebenfalls lässt sich der Wickler gut Reinigen und durch seine Schlankeit sicher verwahren.
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Das Eindrehen dieses Wicklers ist ein wenig Beschwerlicher als die Benutzung des Point 88, da er so verdammich weich ist. Lässt sich aber durch die in-sich-selbst-Steckbarkeit, ähnlich der Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt, super befestigen. Ein spontanes Umherspringen beweist auch die Stabilität des ganzen und die angenehme Tragbarkeit.
Das Ergebnis ist überraschend! Die wellige Weichheit der fallenden Locken überzeugt. Symmetrisch, Angenehm und auffallend professionell sieht es aus.
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Tja, meine Damen und Herren, die Entscheidung fällt in dem Fall einfach.
Der Sieger ist der Airwickler!
*tadaaaa*