Der Traum eines Urlaubes, gemeinsam,
die Welt unsicher machen, einfach weg, egal wohin... planten wir seit
etwa 10 Jahren.
Und in diesem Frühling, 2012 am
30.März war es nun soweit. Chry und ich fuhren in den Urlaub.
Idealerweise begann ich meinen Trip
mehrere Stunden vorher und kam Donnerstags um 17:00 in Hannover an,
um dort die Nacht bei Chry zu verbringen. Denn man weiß ja nie, wie
weit Hamburg von einem weg ist und wie lange man unterwegs ist. Nach
einem gesunden Frühstück mit Tee, Kaffee und Saft begannen wir
langsam die Dinge zu sortieren und die Zelte abzubrechen.
Freitag 10:30 Start in Hannover, List.
Da man allerdings noch den Tank füllen
musste und die Blase entleeren (McD-Filialen, seid gepriesen) fuhr
man noch ein wenig herum, bis man die Stadt verließ.
Erstaunlicherweise zeigte das Navi eine
Restzeit von 1,5h an. Soo weit wars anscheinend garnicht.
Da das Hotel uns allerdings eine
Ankunftzeit von 15:00 nannte, machten wir einen Abstecher zur
örtlichen Freundin, Fräulein Mar. Dort tranken wir eine Schorle,
lachten über ihre Tochter und plauschten ein Weilchen, bis wir uns
dann wieder auf den Weg machten.
Gegen 13:00 kamen wir dann im Hotel an,
die uns jedoch um etwas Geduld baten, denn die Suite war noch nicht
fertig. Also ließen wir die Koffer im Auto und machten uns auf den
Weg zur S-Bahn.
Hier sei noch unsere Örtliche
Unkenntnis erwähnt: wir standen etwa 7 Minuten im Foyer und
studierten eine Karte, bis ich die Dame der Rezeption um Hilfe bat,
die Bahn zu finden. Es befanden sich weder Hotel noch Bahn auf der
Karte, doch bekamen wir eine örtliche zur orientierung. Mutig
stampften wir los, 300m weit und standen vor einem Fashion - Outlet!
Ballkleider zu Spottpreisen. Mit großen Augen schlichen wir durch
die Gänge und bewunderten Stoffe und Schnitte und Preisschilder!
Bräuchten wir doch nur... Hätten wir doch nur... aber schön, mal
drin gewesen zu sein.
Weiter gings zur Bahn.
Nachdem wir den Fahrkartenautomaten
verstanden hatten, kam die Bahn und brachte uns zu den
Landungsbrücken.
Dort angekommen war das Staunen groß.
Hamburg hatte ja echt was zu bieten! Und dabei haben wir kaum was
gesehen! Wir schlenderten hin und her, schauten hier und da und
fanden auch ein Cafè in dem wir uns ein spätes Mittagsmahl
genehmigten. LatteM und Muffin, Tee und Franzbrötchen. Dann gings
weiter in die Speicherstadt wo wir staunenderweise durch die
Häuserschluchten liefen. Wir besichtigten ein Gewürzmuseum und
fanden das Meßmer Momentum. Tee hätten wir hier trinken sollen,
wäre viel exklusiver gewesen. Schließlich liefen wir die Strecke
zurück und warfen noch einen Blick in den alten Elbtunnel bevor wir
wieder Richtung Hotel fuhren.
Ein Zwischenstopp im Edeka brachte uns
Müsliriegel, Wasser, Physalischips und Fisherman's Friend ein. Ein
paar Jährchen früher hätte es Wodka, Energy, Chips und Kippen
gegeben. Aber wir sind ja jetzt erwachsen ^^.
Einchecken! Große Augen! Großes
Staunen. Persönlicher Willkommensbrief auf dem Schreibtisch,
persönliche Begrüßung im Flatscreen TV, Badewanne, riesen
Doppelbett, begehbarer Kleiderschrank, alles auf 30m².
Wir zogen uns wärmer an (war echt
kalt) und machten uns wieder auf den Weg in die Stadt.
Diesmal gings zum Hbf. Kleiner Rundgang
in der falschen Richtung, dann Richtung Westen über Jungfernstieg
und Mö- Wir suchten ein Restaurant. Gabs dort nicht sooo häufig.
Für die schlechte Hungerlaune gabs einen Bubbles Tea! Das ist ja die
Offenbarung. Süßer Frucht-Tee mit lustigen Frucht-Bubbles... die
eindeutig nicht Bio sind. Aber lecker.
Schlürfend waren wir Zuckermäßig
wieder on Top, und suchten weiter.
Gaaanz weit hinten, noch hinterm Apple
Store fanden wir ein kleines Italienisches Restaurant und aßen dort
endlich zu Abend! War ja schon nach 20:00.
Ich bat die nette Bedienung dann auch
uns den Weg zu einer Cocktailbar zu beschreiben, denn wir hatten echt
kein bock mehr weiter irgendwas zu suchen!
Cocktailbar gefunden, ohne Probleme.
Laut, Musik, endlose Cocktails!
Da wir aber sooo müde waren, machten
wir uns bald auf den Heimweg. Zum Glück war die Bar über einer
Bahnhaltestelle.
um 23:30 waren wir im Zimmer. Ich
suchte vergeblich nach einer Bibel. Sollte es tatsächlich auch
Hotelzimmer ohne christlichen Einfluss geben?
Endlos müde und mit wunden Füßen
sanken wir in einen erholsamen Schlaf.
Samstag.
*gähn *
Nach langem schlaf
krochen wir erst nach halb 10 aus den Federn. Fertigmachen,
Müsliriegel und dann wieder ab zur Bahn. Kurzer Stopp im Fashion
Outlet, ob nicht doch etws dabei ist...
Die Fahrt ging
nach Altona zum Bahnhof. Dort frühstückten wir Brötchen und
leckeren Tee im Bahnhofscafè.
Dann gings auf zum
Kleidermarkt. Der Weg war weit, kalt und windig. Als wir ankamen
waren wir über die kleine Fensterfront verwundert, doch nachdem wir
den Laden betreten haben staunten wir nicht schlecht über die
Fabrikhallengroßen Ausmaße! Wir stöberten in den letzen 40 Jahren
der Modegeschichte und probierten das ein oder andere aus. Verließen
dann eine Stunde später mit vollen Tüten den Laden. Nieselregen!
Schneeregen! Wuäääh.
Wir fanden einen
Bus, der uns zurück zum Bhf brachte. Und die Bahn dort zum Hbf. Da
wir inzwischen wussten, in welche Richtung die Shoppingmöglichkeiten
lagen, starteten wir einen niegesehenen Shoppingmarathon. Von
Karstadt Sport's Dach betrachteten wir die kleinen Menschen,
wunderten uns über den Hauseigenen Golfabschlagplatz auf dem Dach
und wanderten anschließend über Promod, Vero Moda, Schuhgeschäfte
in die Europapassage, dort rauf und runter usw. Fanden lustige kleine
Geschäfte und aßen ein Eis, schlenderten an der Alster entlang und
waren am Ende des Tages sowas von kaputt! Von neuem begann die Suche
nach einem Restaurant. Aber Chry war schlau und fragte ihr
Applephone, welches uns den Weg zu einem Sushiladen zeigte. Dort
angekommen, freuten wir uns über vorbeifahrende Leckereien, die man
sich nur angeln brauchte. Dazu gab es eine Mangolimonade und Cola.
Jaa, wieder alkoholfrei!
Auf dem Weg zum
Hbf erwarben wir noch einen Bubbles Tea. *flup * sehr lecker!
Nach insgesamt 9
Stunden Shoppen erreichten wir um 19:30 wieder das Hotel und lagen
auf dem Bett. Und lagen. Und lagen... und wollten eigentlich nochmal
los. 2h später hatten wir erneut die Kraft zur S-Bahn zu laufen und
zur Reeperbahn zu fahren. Gehört ja schließlich auch zu den
must-see-things in HH. In der Haltestelle hingen Schilder, die
diverse Waffen verbieten mitzuführen. Pistolen, Messer, Schlagstöcke
und Plastikflaschen. Letztere aber nur an Wochenenden. Ich hatte nur
2 Dosen Sekt in der Tasche. Die waren als Wurfgeschosse ungeeignet
und zählten nicht zu den verbotenen Waffen. Was Pistolen anging,
entdeckten wir später den passenden Laden, der davon diverse Modelle
zur Auswahl im Schaufenster hatte. Wie sollte man die denn dann nach
Hause kriegen, wenn nicht mit der Bahn?? Naja. Prostituierte gab es
dort auch, jeweils im Abstand von 2m. Wir bewunderten den Beatles
Platz und das Beatles Museum leider nur von außen. Schlenderten über
die große Freiheit und tranken in der Bar-Ock einen Tequila Sunrise.
Weiter gings dann ins O'Brian's, einem dem Aussehen nach irischen
Pub. Doch irisch war er nur dem Aussehen und dem Namen nach. Drinnen
lief aktuelle Popmusik, tanzten lustige Leute und hatten Spaß. Wir
auch. Man kann überall lästern.
Zu früh für den
Abend und erst recht für die Reeperbahn verließen wir den Ort und
fuhren ins Hotel. Mit schlafwandlerischer Sicherheit fanden wir den
Weg inzwischen im Halbschlaf. Das nächste Mal, nahmen wir uns vor:
Entweder Shoppen, oder Feiern!
Sonntag.
Schon kurz nach 8
war die Nacht vorbei. Wir packten unsere Siebensachen, horteten
unsere Einkaufstüten und machten uns schick für unser Luxus
Frühstück!
Denn wenn ein
Frühstücksbuffet in einem Hotel pro Person 18,- kosten soll, musste
es ja auch Luxus pur sein. Der anzugtragende indische Kellner wies
uns den Tisch, der schon eingedeckt war. Ich befand mich im
Tee-Himmel, während für Chry eine Kanne Kaffee serviert wurde. Dann
schlemmten wir mini Croissants, mini Brötchen, mit diversen Lachs,
Käse und Marmellade-Sorten. Rührei, gekochte Eier und Omelettes.
Man hätte sogar Weißwürste wählen können. Aber wir waren nicht
so südländisch. Es gab Obstsalat aus aussergewöhnlichen Früchten,
diverse Fruchtquarks und Müslisorten. Ein Glas Champagner hätte uns
nur 5,50 extra gekostet! Wir verzichteten und wählten stattdessen
aus dem Angebot der frischgepressten Säfte. Yummy!!
Viel zu früh
waren wir viel zu satt.
Und ebenfalls viel
zu früh verließen wir das schicke Hotel und saßen wieder im Auto
Richtung Heimat!
Der Trip war
super, das Wetter eine Woche zu früh sonnig und die Pläne: das
machen wir mal wieder!
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