Dienstag, 18. Mai 2010

Tagebuch eines Umzugs - 2

Dinge, die Geschehen, mit denen keiner rechnet.

In der Nacht zu Himmelfahrt geschahen dann folgende Dinge:
Der Kater wurde krank. Blut im Urin. Merkt man dann auch erst nachts, denn ein Katerchen sagt einem ja nicht bescheid. Große Panik, Telefonate!

Eine Email erreichte Frau Comorph, mit dem Titel: Keine Panik!!! Wir nehmen die Waschbecken zurück. Blah.
Freude!
Frau Comorph ging also ins Bett mit dem Kopf voller Post-it Notizen, was am nächsten Tag so alles geschehen muss.
Morgens, Himmelfahrt, alle Männer schon besoffen. Nein, nicht alle.
Frau Comorph räkelte sich morgens um 8 aus dem Bett um nach Katerchen zu sehen, zu frühstücken und alles zu organisieren, was noch zu organisieren war.
Tierarzt 1 angerufen, Tonband sagt: Rufen Sie Tierarzt in Bad Harzburg an. So getan und Termin vereinbart.
Dinge aus Garage und Wohnung auf die Straße geschleppt und dann von Dark Angel abgeholt. Dark Angel, ist gar kein dunkler Engel, sondern Frau Comorphs beste Freundin vor Ort. Immer zur Stelle wenn Panik ins Hirn kriecht. Da Dark Angel allerdings einen kleinen, runden Twingo fährt, war erstmal basteln angesagt, bis die große Alu-Leiter aus dem Dach ragte, aber zumindest im Auto war.
Punkt 2 der Tagesordung: den Captain's Clan treffen. Um 10 am Gartencenter. Um halb 11- nachdem Frau Comorph schon ganz schlecht war, trafen alle ein.
Schnell gings in die neue Wohnung um Anweisungen zu anweisen und Dinge zu tun, damit Frau Comorph zu Punkt 3 übergehen kann.
11 Uhr: des Katers Arzttermin. Schnell wieder ins alte Heim, den Kater in die Box gestopft, ins Auto und *zzZZzzzooouuUUmm* nach Bad Harzburg. Vorteilig war, dass der Kater total in Dark Angel verknallt ist und von daher keinen Radau im Auto machte. Der Arzt war schnell fertig. Alles wieder zurück und zur Wohnung.
Dort wurde schon fleißig gearbeitet.
Im Laufe des Tages tapezierte man Arbeitszimmer, Schlafzimmer und Küche. Um 9 war Frau Comorph fertig und zu Hause. Schlafen. Denkste! Kater!
Denn die Mäuse, die Frau Comorph sich züchtete, waren schlau. Sie nagten sich ein Loch in den Deckel ihres Hauses und brachen aus. (Loch 1 war schon geflickt) Da der Kater mit der Blase usw, hatte Frau Comorph schlauerweise den Korb mit der frischen Wäsche neben das Mäusehaus gestellt.
Jedenfalls ging um halb 2 nachts ein Radau los, als der Kater freudig die kleine Eve Mystique durchs Zimmer jagte. Die weiteren Mäuse wohnten im Wäschekorb.
Um halb 4 hatte dann der Kater endlich verstanden, dass keine Mäuse mehr rumliefen und hörte ebenfalls mit dem Gewusel auf. Frau Comorph, schon Wahnsinnig und zerkratzt von einer kleinen Prügelei mit dem Kater, in dem es um Machtspiele und verbaute Eingänge zum Mäuseraum ging, konnte schlafen!
Freitags ging es morgens um halb 9 aus den Federn und wieder zur Wohnung. Dort traf man sich um 11 um weiter zu tapezieren. Den Eltern sei Dank gab es immer genug zu Essen und zu Trinken! Man schaffte, alles fertig zu tapezieren und sogar schon die Küche grün zu streichen und das Arbeitszimmer weiß.
Widerum stellte man fest: es gab nur einen Abfluss in der Küche, statt 3 für Geschirrspüler, Waschmaschine und Waschbecken. In der Badewanne fehlte noch ein Stöpsel und der vom Waschbecken schloss nicht richtig ab.
Abends fiel Frau Comporph wieder erschöpft ins Bett. Aber nur bis um halb 2. Dann fand der Kater nämlich noch eine Maus, die seit gestern hinterm Kleiderschrank gewohnt hat. Also stand Frau Comporph wieder auf, sammelte die nass gelutschte Maus, zum Ärger des Katers, wieder ein und schlief weiter.
Samstag gings erstmal zur Arbeit. Während der Captain von der Arbeit kam.
Nachmittags um halb 5 war schon wieder viel getan.
Und am Sonntag schaffte man den Rest. Schlafzimmer und Wohnzimmer fertig gestrichen, mit Wischtechnik. Flur abgeteilt, halb gestrichen, den Roten Faden eingebaut (wichtig, dass man den immer vor Augen hat). Das Arbeitszimmer wurde letztendlich auch noch gestrichen. Dann war man fertig. Die Clans trennten sich, und Frau Comorph und der Captain gingen nach Hause.
Montags wurden Teppiche gekauft. Vormittags kümmerte sich Frau Comorph um die Herrichtung der Böden. Das hieß: Schrubben, Schaben, Wischen. Rücken!!
Gegen Abend waren dann auch die Teppichröllchen in der Wohnung.
Frau Comorph, unter Dauererschöpfung leidend, vorm TV eingeschlafen, mit der Erfahrung reicher: es ist nicht alles Üäh, was es bei Mc's gibt. Der neue Ruccolaburger ist toll!

Tja. weiter gehts im Chaos. Das nächste mal gibt es dann: Umziehen leicht gemacht. Oder Tetris im Kleintransport.


Mittwoch, 12. Mai 2010

Tagebuch eines Umzugs

Tagebuch eines Umzuges
oder
Chronologie des Wahnsinns

...für alle, die derzeit fragen, wie es mir geht.

Im Februar des Jahres 2010 begab es sich, dass sich Frau Comorph die Annonce der Wohnung im Internet sah. "Wundervoll" dachte sie und vereinbarte nach Rücksprache mit dem Captain einen Anschauungstermin.
Der stand schnell fest und man stellte dabei fest: die Wohnung ist wirklich toll. Nur etwas teuer. Aber nach einigem Überlegen, einigte man sich: man sagt zu.
Mitte Februar wurden die ersten Maße erstellt.
Man beschloss das Angebot anzunehmen: Selber renovieren, früher den Schlüssel kriegen.
blah, blah, hin und her, Vertrag unterschrieben. Punkt.
Tee minus X Tage bis 1.Juni = Neue Wohnung.
Im März bestellte man exquisite Waschbecken mit passenden Wasserhähnen. Wert ca 360,-. Exquisit. Wie gesagt. Techniker des Hauses: kein Problem. Machen wir!
Mitte März stellte man fest: oh, hupps, passt ja nicht! Die Halterung für ein Waschbecken funktioniert nicht mit zwei kleinen. Also mussten die Handwerker alles noch mal basteln. Eine Woche später kam der Anruf: Hupps² passt ja immernoch nicht. Klo braucht man ja auch noch! Ein notfall Evakuierungskommitee brachte Frau Comorph vom feinen Stifteladen direkt zur Baustelle, wo sie verzweifelt feststellte: oh. *fuckverdammtewichserbande* passt tatsächlich nicht so! Warum dann die Versprechungen? Gut.
Eine Woche später, der Captain war schon sehr verärgert über die 360 in den Sand gesetzte Euros, war dann wieder die ursprüngliche Halterung angebaut.
Frau Comorph versuchte was sie konnte und brachte die Wasserhähne zürück zum Laden. 100,- plus. Immerhin.
Die Waschbeckenfirma (denn man bestellte ja kostengünstiger im Inet) meldete sich nicht auf Anfragen, was mit Rückgabe wäre. Derweil kann man die Waschbecken auf diversen Kleinanzeigen seiten im Net oder auf Schwarzen Brettern in Supermärkten erwerben. Eine Auktion bei ebay brachte ebenfalls nicht. Wolle kaufe?
Der Captain: sehr, sehr beleidigt, sauer, angepisst, etc da sein schöner Badezimmertraum platzte.
Es nahte der April. Man bedenke: Versprechen lautete: im April die Schlüssel zu bekommen.
Ende April hatte Frau Comorph Urlaub und plante dort zu renovieren. Aber, oh siehe: Der Handwerker -und es gibt ja nur einen- war krank. Sowas. Nunja. Man bestellte sich stattdessen eine Küche. Super hübsch, mit Aufbauteam. Aufbauteam mit Anschluss sollte 350,- kosten. Ok, dafür perfekt.
Urlaub war zu ende, Mai nahte.
Tee minus 31 Tage bis 1. Juni = Neue Wohnung.
Anfang Mai, denn das Renovieren stand ins Haus, kaufte man Tapeten, Farbe und Teppiche.
Einen Tag später war der Brief im Briefkasten: Wohnungsübergabe findet am 18. Mai statt. *panik* das wäre absolutestens nicht zu schaffen. Also: Telefonate hin und her, man sollte schon am 6. den Schlüssel bekommen und könne anfangen zu renovieren. Denn 1. Maiwoche wären die Maler in der Wohnung um die Decken zu streichen.
Freitag nun, stand der Captain mit dem Kofferraum voller Malutensilien vor der Wohnung und kam nicht rein. Denn der Werte Herr Schlüssel passte nicht. *panik²* Denn: Wochenend und Sonnenschein, die Wohnungsmenschen haben frei.
Frau Comorph, am Stiftverkaufen, sehr erzürnt. Setzte ungeahnte Dinge mit Schimpferei in Bewegung und letztendlich begann Schwiegermutter (Wohnungsmensch) von Stiftechefin eine Telefonkette um zum frühen Samstag Morgen einen passenden Schlüssel zu besorgen. Wunder geschah, und Stiftechefin bracht dem Captain (der schon vor der Wohnung wartete und nicht mehr zu Hause war, wo Chefin hin unterwegs war - Telefonhinundher) einen passenden Schlüssel.
...Pause. Wird alles gut? ... noch nicht.
Denn der Captain rief mittags an und berichtete von der nicht zum Tapezieren fertigen Wohnung.
Tee minus 3 Wochen.
Frau Comorph sprang im Quadrat und zeterte. Wieder ein Wochenende verschenkt. Es waren weder Decken gestrichen, noch Steckdosen vorhanden, geschweige denn von Sanitären Anlagen.
2 Tage trübes Warten.
Montags dann zeterte sich Frau Comorph telefonisch (da auf Arbeit) durch die Wohnungsmenschbüros bis sie den Herrn Techniker erwischte. "Zeter, Zeter, Herr Techniker" zur Antwort bekam sie: "oh, hups, sorry, der Maler hatte keine Zeit."
"oh, na denn, das kann ja passieren, sowas. Nunja, wir haben ja eeeewig Zeit..."
Nein, das antwortete sie zum Schrecken des Herrn Technikers nicht.
"ZETER! Extremes Zetern!! PUNKT! UND TERMINE!" ..waren in etwa die Antwort.
Aber es sollte alles fertig werden.
3 Tage später.
Telefonat mit Küchenfirma: Aufbauteam ist teurer als 350,- hups, hatter das Anschließen vergessen. Sowas.
Frau Comorph beschäftigte sich mit diversen um-und Abmeldedingen. Leider danebengelaufen: Abmelden des TV-Kabels. Denn durch einen kleinen Zahlen-Hupps, schaltete sich der TV Empfang Anfang Mai, statt Anfang Juni, aus. Einen Tag, nachdem sie eine 14tägige Fernsehzeitung erwarb. Im fröhlichen Sinne von: ist dennen bestimmt zu teuer, das extra abzuklemmen. Denn es war schon der 10. Mai. 10 Tage Extrafernsehn. Da wird man übermütig.
Ein Streich- und Tapezierkommando wurde organisiert. Des Captains Clan war gerufen worden. An Himmelfahrt, Mai 2010, Tee minus nicht mehr lange, sollte Tapeziert werden!
Aber, man bedachte das olle Schicksal nicht, dass es ja nicht gut meint.
Denn die Sklaventreiber des Captains riefen ihn an und bestellten ihn zum Dienst, egal, was auch passieren möge, ob sonst was wäre, Umzug, scheißegal. Der Captain MUSS arbeiten gehen. Himmelfahrts Donnerstag bis Samstag.
Tja... Katastrophe³
Man einigte sich so: Frau Comorph streiche trotzdem mit dem Clan des Captains, während er in der Ferne per SMS auf dem Laufenden gehalten werde.
Weitere Ereigniskarte: die Raufasertapete ist eine solche, die vorm Streichen noch weiß gestrichen werden muss.
Beinhaltet das Himmelfahrtswochenende quasi den Samstag und Sonntag, an dem der Captain sich anschauen kann, wie die Farben gemischt werden.
Denn 4 Tage später würde er übers Pfingstwochenende ebenfalls wieder in der Ferne weilen, aus -Ticket schon besorgt, denn Umzug sollte dann schon fertig sein und man könne dann ja weg- Gründen.

Dieses war nun Teil 1 des comorphen Chaos und der Grund warum momentan niemand fragen sollte, wie es mir geht. Denn wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Kataströphchen daher.


Sonntag, 11. April 2010

Der letzte Krieg

..." Später konnten die anderen nicht sagen, ob sie wirklich etwas gesehen hatten. Vielleicht einen zuckenden Lichtschein am Himmel, eine blitzschnelle Bewegung. Vielleicht waren dort die Bomben und die Düsenflugzeuge, fünfzehn Kilometer, zehn Kilometer, einen Kilometer hoch, den Bruchteil einer Sekunde, wie Körner, von einer gewaltigen Hand über den Himmel gestreut, und die Bomben stürzten mit furchtbarer Geschwindigkeit, und doch plötzlich verlangsamt, auf die dämmrige Stadt hinab, die sie hinter sich gelassen hatten.
Eigentlich war alles schon geschehen, sobald die Flugzeuge ihr Ziel gesichtet und die Bomben ausgeklinkt hatten; so schnell wie der Schwung einer Sense war der Krieg aus. Hatte man einmal auf den Knopf gedrückt und die Bombenlast abgeworfen, so war auch schon alles vorbei.
Volle drei Sekunden, eine Ewigkeit, ehe die Bomben einschlugen, waren die gegnerischen Flugzeuge selber bereits wieder halb um die sichtbare Welt herum, wie Geschosse, an die ein Wilder wohl nicht glauben würde, da sie unsichtbar waren; und doch wird auf einmal das Herz zerschmettert, der Körper fällhauseinander, und das Blut ist erstaunt, ins Freie zu gelangen; das Gehirn verschleudert seine paar kostbaren Erinnerungen und stirbt, ohne zu verstehen. ..."

Ray Bradbury - Fahrenheit 451

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Schwimmen - Massenwahn im Chlorparadies

Manchmal gehe ich gerne schwimmen. Aber manchmal nicht.
Wer gerne durch unberührten Schnee stapft und das Gefühl von Freiheit, Unberührtheit und Einsamkeit liebt, weiß wie schön es ist, allein im Schwimmerbecken zu sein. Ok, das Glück ist so selten wie ein 6er im Lotto. Sagen wir lieber: fast allein. So allein, dass das Wasser zeit hat, sich von Bahn zu Bahn zu beruhigen, bis man wieder hindurchkämmt. Herrlich. Ruhig, Entspannend, die Welt hinter sich lassen... einfach mal Zeit für sich und seine Bahnen haben.
Heute hatte ich dieses Erlebnis. Ganze 15 Minuten lang.

Es gibt nicht viele Arten von Leuten, die ins Schwimmbad gehen. Aber in jedem Schwimmbad in dem ich jemals war, waren es die gleichen Gruppen.
Am Auffälligsten sind Kinder. Kinder sind laut, schnell, überall und machen viel Wellen und Krach. Krach, Kreischen, Krähen! Dinge, die sich im Hallen(!)Bad besonders gut anhören. Kinder können unberechenbar sein, wenn sie plötzlich vom Rand neben einem ins Wasser plumsen oder besser noch Arschbomben vom 1m Brett auf der Nebenbahn machen. Macht große Wellen und viel Krach und überhaupt viele Spritzer und Krach!
Am häufigsten sind Rentner. Rentner sind immer schon da, wenn man kommt und sind noch da, wenn man wieder geht. Obs die gleichen sind, weiß meist keiner, denn graue Locken und kahle Schädeln sehen im Wasser sowieso gleich aus.
Rentner schwimmen langsam. Bedächtig, wie es scheint. Um jede Bewegung nochmal voll auszukosten. Oder um die Haare nicht nass werden zu lassen. Rentner treten immer einzeln auf und verteilen sich gleichmäßig im Becken. Bloß nicht zu dicht dran lang schwimmen, dann gibts böse Blicke. Herren ziehen oft eine penetrante Briese altem Aftershafe hinter sich her, die über die verursachten Wellen surft um nebenan schwimmenden Personen zu belästigen. Wenn zwei ältere Damen tatsächlich mal zusammen auftauchen, mimen sie Bojen, die von einer Seite des Beckens zur anderen treiben und sich dabei viel und angeregt unterhalten. Noch langsamer als der übliche Rentner. Wenn die Anzahl der Rentner jedoch zu hoch ansteigt, sollte man Wörter wie Granufink und Tena-Lady aus seinen Gedanken bannen. Fängt man erst darüber an, zu sinnieren, wie sich Harnfunktion und Geschwindigkeit des Schwimmens im Zusammenhang stehen, Muskeln der Beine und deren Bewegungen oder Entspannung in Kombination mit inkontinentem Harnfluss stehen...
ahnee. Lassen wir das.
Männer. Männer sind öfters im Schwimmbad als Frauen. Ich rede jetzt nicht von Rentnern, sondern von Personen ab 30. Männer nutzen die Chance, ihre Muskeln - oder was sie dafür halten - in der glitzernden Chlorflüssigkeit spielen zu lassen. Ein Mann betritt den Schwimmerbereich mit langsamen Schritten, angespannten Muskeln und schweifendem Blick. Er geht nicht sofort ins Becken, sondern beobachtet erst. Manch einer muss sich noch dehnen. Wenn er das Becken betritt, dann nicht über eine Treppe, sondern mit gewagtem Kopfsprung. Er schwimmt eine Bahn und lässt sich am anderen Ende nieder und beobachtet weiter. Das kann er über einen längeren Zeitraum durchhalten, bis es ihm irgendwann zu kalt wird und er sich mit einem gekonnten Schwung muskelbewegend, tattoopräsentierend, wasserabstreifend ins Nichtschwimmerbecken begibt um sich dort an den Massagedüsen zu räkeln.
Wobei wir wieder bei den Kindern sind, die diesem Bild jegliche Art von Erotik zu nehmen wissen. Bei Kindern und ihrem Kinderschwimmbecken gelten gleiche Überlegungen wie bei Rentnern und Granufink-Überlegungen. Mal drüber nachdenken.
Frauen sind selten im Schwimmbad anzutreffen. Und wenn doch sind es meist muskulöse Profischwimmerinnen in Adidas Badeanzügen. Unspektakulär. Unauffällig. Gelegentlich in Begleitung von ebenfalls muskulösen -diesmal echte Muskeln- Männern, die in atemberaubendem Tempo von einer Seite des Beckens zur anderen schwimmen, gern in auffälligen und schwappenden, wellenschlagenden Stilen. Der Schmetterlingsstil macht besonders viel Wellengang!Solche Leute sind arrogant, intolerant gegenüber Schwimmern wie mir und rempeln einen sogar gerne an. Schweine! pff.
Aber trotz allem, ich bleib ja nur ne Stunde. schwimme meine Bahnen, versuche nicht aufzufallen und halte mich aus jeglichem Stress raus. Bin hinterher zwar etwas genervt...aber verglichen damit, was das Festland einem bietet ist es jedes mal ein wenig wie Urlaub.


Dienstag, 1. Dezember 2009

7. Dinge, die lieber ungesagt bleiben sollten

7. Dinge, die lieber ungesagt bleiben sollten.


Oder Tage, an denen man seine Klappe nicht halten konnte. Manchmal gerät die gemeine Stiftverkäuferin in Situationen, die einfach verlangen, jetzt mal STILL zu sein. Aber wie das nun mal so ist, klappt das meist minder.


Eines Tages betrat eine Kundin den Laden, der das Leid des Lebens ins Gesicht geschrieben stand. Sie erzählte von ihrer kleinen, niedlichen Tochter, die ständig ihren Anspitzer verliert, oder dessen bestohlen wird.

"Haben Sie nicht einen, den ich ihr einfach ans Bein nageln kann??" fragte sie mit sorgenvoller Mine.

"Also einen aus Holz." antwortete die Verkäuferin und drehte sich um um einen solchen zu finden.


Auch gibt es Situationen, wo der Beobachter der Szene denkt: Jetzt sag bloß nicht das, wo jeder weiß, das es das dümmste ist, was man sagen kann.

Ein männlicher Kunde steht vor einem Regal, und betrachtet einen Ranzen, der dort oben steht.

Die gemeine Stiftverkäuferin hat in diesem Fall natürlich nur das Euro-Zeichen in den Augen, und wittert einen möglichen Ranzenverkauf.

Natürlich sagt sie diesen Satz. Diesen einen Satz!!! Der Satz, bei dem der Kunde sofort anfängt zu schmunzeln.

"Soll ich Ihnen einen runterholen?" natürlich bei gleichzeitigem Rot anlaufen, weil der Verstand sich wieder von Cash auf Sprache umstellt.


"Kann Ihre Alte weg?" sollte man ältere Herren in Begleitung ihrer Frau nur fragen, wenn sie Humor haben und darauf gekonnt zu reagieren wissen. Auch wenn die gemeine Stiftverkäuferin noch an die leergeschriebene Mine denkt, die sie in der Hand hat.


Mit Daumen und Zeigefinger eine Spanne von ca 8 cm zeigend, einen Kunden fragen: "Wie lang ist Ihrer denn?", ist ebenfalls nich immer angebracht. Zum Glück meinte die Verkäuferin ein Heftgerät und der Käufer war zu alt für solche Wortspiele.


Besonders gefährlich wird es, wenn ein recht blöder Satz ständig bei den Kollegen angewandt wird. "Ja, das hat sie aber feiiin gemacht!" Bei Frau M. war der Satz noch witzig, ebenfalls bei Frau S. Aber als die gemeine Stiftverkäuferin mit ihrem Vorgesetzten telefonierte und er ihr eine gute Nachricht mitteilte, konnte sie den Satz zum Glück auf ein "fein!" kürzen.

Manchmal schafft sie es, haarscharf am Krater der Peinlichkeit entlangzuflitzen.


Obwohl der Satz:

"Ach, Sie unterhalten sich gerade über unseren Stuhlgang."

Gemeint war, wie er lautete, an die Chefin gerichtet war und überhaupt das merkwürdigste war, dass die gemeine Stiftverkäuferin jemals zu ihr gesagt hat.

Hintergründlich ist zu erwähnen, dass das Klo Igor manchmal Probleme hat mit der Verarbeitung und sich gerne übergibt. Deswegen das Verbot zu Stuhlgang auf der Arbeit angesprochen wurde. Chefin allerdings Probleme mit zu hartem hatte und dieses mit den Worten: "ist der Stuhlgang zu hart, ist Igor zu schwach!" kommentierte. Und gerade an diesem Tag hatte die gemeine Stiftverkäuferin auch Probleme mit der Verdauung, über die sie sich gegenseitig beklagten.

Zum Zeitpunkt der Entstehung des Satzes befand sich nun Chefin mit Frau S. im Keller und berichtete ihr von den allgegenwärtigen Verdauungsproblemen.


Früher war Frau G., die gemeine Stiftverkäuferin eine ruhige Person, die Worte mied.

Manchmal wünscht sie sich das heute noch.

Dienstag, 25. August 2009

Dinge von denen man nicht möchte...

... dass sie einem passieren.
Nicht abends um 2:00.
Nicht, wenn man allein ist.
Nicht, wenn man eigentlich ins Bett möchte.

Das Foto stellt einen Hängeschrank dar, der das Leben als Hängeschrank an den Haken gehängt hat und nach dem kurzen Lebensabschnitt eines Fallschrankes ein Standschrank sein wollte, was allerdings der Lebensabschnitt Fallschrank verhindert hat, in dem es die Molekulare Struktur akut und explosiv veränderte.
Der Schrank befindet sich zur Zeit im Lebensabschnitt Schrott, spezifikation Sperrmüll.
Eigentlich wollte ich gerad das saubere Geschirr abwaschen...
Zumindest fällt dann der nächste Abwasch kleiner aus.


Sonntag, 23. August 2009

23. Aug 2009 Von Ananassassen und nächtlichem Tanzen